Usbekistan – Türkei: Praktische Zusammenarbeit im Bereich der Forstwirtschaft

Heute wird in Usbekistan als einer der Schwerpunkte der staatlichen Politik besonderes Augenmerk auf die Erweiterung der Waldfläche, die Verbesserung der Begrünung, die Milderung der negativen Folgen des Klimawandels und die Gewährleistung der ökologischen Nachhaltigkeit gelegt.
Um in diesen Bereichen effektive Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, die besten ausländischen Erfahrungen zu studieren und sie unter Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen unseres Landes in die Praxis umzusetzen. In diesem Zusammenhang war der Bildungs- und Praxisseminar, der im Rahmen des Besuchs einer Delegation von Vertretern der Forstbehörde beim Nationalen Ausschuss für Ökologie und Klimawandel in der Republik Türkei im Oktober 2025 organisiert wurde, von großer Bedeutung.
Im Rahmen des Seminars, das gemeinsam von der Forstbehörde und dem Ministerium für Landwirtschaft und Forstwirtschaft der Republik Türkei organisiert wurde, lernten die Teilnehmer die Erfahrungen der Türkei zur Schaffung von Wäldern, ihrer Wiederaufforstung, ökologischen Klassifizierung und nachhaltigen Bewirtschaftung kennen. Insbesondere hielt der türkische Experte Ahmed Yalvaç am ersten Tag des Seminars einen ausführlichen Vortrag über moderne Ansätze in der Entwicklung der Forstwirtschaft.
Im Rahmen des Besuchs wurden die fortschrittlichen Erfahrungen der Türkei bei der Anlage und Bewirtschaftung von Baumschulen, der Schaffung von Waldflächen in Berggebieten durch Terrassierung, der Schaffung von „Grüngürteln” um Städte sowie der Einrichtung öffentlicher Grünanlagen in Städten und Gemeinden untersucht.
Außerdem informierten sich die Delegationsmitglieder ausführlich über die Tätigkeit der Baumschulen, die von den Forstämtern Seydikemer und Gökova in der Provinz Muğla verwaltet werden. Insbesondere die 1983 gegründete Baumschule Seydikemer erstreckt sich über eine Fläche von 144 Hektar und hat eine Produktionskapazität von 1,5 Millionen Setzlingen pro Jahr, während die Baumschule Gökova auf einer Fläche von mehr als 61 Hektar bis zu 7 Millionen Setzlinge pro Jahr produzieren kann.
Es wurde festgestellt, dass durch die besondere Aufmerksamkeit, die den Prozessen der Sammlung, Lagerung und Laboranalyse von Samen in diesen Baumschulen gewidmet wird, der Anteil hochwertiger Sämlinge und Setzlinge auf 90 bis 95 Prozent gesteigert werden kann. Die Teilnehmer lernten die praktischen Erfahrungen türkischer Spezialisten bei der Anlage von Mutterpflanzungen, der Pflege von Sämlingen und Jungpflanzen sowie der Durchführung von Veredelungsarbeiten kennen.
Die Delegationsmitglieder wurden mit der Arbeit in Gewächshäusern und In-vitro-Labors, den Erfahrungen mit dem Einsatz moderner Technik und den Mechanismen zur Steuerung saisonaler Arbeitsprozesse vertraut gemacht. Der Erfahrungsaustausch fand im Zeichen eines offenen Dialogs und einer professionellen Zusammenarbeit statt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und der Türkei im Bereich der Forstwirtschaft praktische Bedeutung erlangt und zur Aneignung von Best-Practice-Erfahrungen, zur Steigerung des Potenzials von Fachleuten und zur Schaffung einer nachhaltigen Umwelt in unserem Land beiträgt. Die im Rahmen dieser Zusammenarbeit erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden für die weitere Verbesserung des nationalen Forstwirtschaftssystems von großer Bedeutung sein.
Agentur für Wald- und Grünflächenerweiterung
sowie Desertifikationsbekämpfung beim Nationalen Komitee für Ökologie und Klimawandel