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In Usbekistan wird deutsche Erfahrung eingesetzt

29.05.2019

Die Zusammenarbeit zwischen Usbekistan und Deutschland wird durch die Vielseitigkeit ausgezeichnet. Verschiedene gemeinsame Projekte werden implementiert, eins von ihnen ist die Gründung der ersten deutschen Kliniken für Onkologie in Usbekistan.

Der Generaldirektor der Kompanie OPASCA und OPASCA German Oncology Solutions, Dr. technischer Wissenschaften Aleksey Sverdlov erzählte der UzA Korrespondentin über dieses Projekt.

Aleksey Sverdlov war in Taschkent geboren. Mit 14 zog er mit seinen Eltern nach Deutschland ein, lernte in einem technischen Gymnasium, studierte an der Universität Mannheim, in der Hochschule für Technik und Wirtschaft Karlsruhe habilierte zum Thema „Das System der Erkennung in der Robotertechnik”.

Herr Sverdlov, wie kamen Sie zu einem gemeinsamen wichtigen Projekt im Bereich des Gesundheitswesens von Usbekistan?

"An der Schwelle des offiziellen Besuchs des Präsidenten Shavkat Mirziyoyev in die Bundesrepublik Deutschland wurde ein Abkommen zwischen dem Gesundheitsministerium der Republik Usbekistan und der Kompanie OPASCA GmbH geschlossen. Das Hauptziel von erzielten Vereinbarungen ist der Einsatz deutscher Erfahrung und Standards im medizinischen Bereich von Usbekistan, besonders in der Onkologie. Entwickelt wurde ein Handlungsplan, der auf Bundesebene unterstützt wird. Derzeit wird aktive Arbeit zur Realisierung des Projekts geführt, es wird bearbeitet und verbessert. Zum Beispiel, anfangs wurde beschlossen ein großes für Strahlentherapie spezialisiertes Zentrum zu bauen, dann wurden Änderungen eingetragen: es sollte alle Seiten der onkologischen Behandlung, einschließlich, Chirurgie, Chemietherapie und Immuntherapie, auch hochtechnologische Diagnostik und natürlich Rehabilitation umfassen. Es ist geplant, die Klinik 2020 im Taschkenter Gebiet im Bezirk „Uch Kahramon“ zu errichten".

Warum hatte man für die Verwendung deutscher Erfahrung im Kampf gegen den Krebs entschieden?

"In Usbekistan sind Chirurgie, Chemietherapie gut entwickelt, es ist notwendig, die Richtung der Radioonkologie zu verbessern, aber dafür braucht man erhebliche Investitionen und Erfahrung. Wenn man dazu Qualifizierung Ihrer Spezialisten berücksichtigt, werden alle Lücken bald gefüllt. Und die Realisierung des neuen Projekts wird zur weiteren Entwicklung der Medizin in Usbekistan beitragen".

Konnten hochtechnologische Projekte die Beziehung der Menschen zum Krens ändern?

"Krebs ist eine gefährliche Krankheit, aber keine Tragödie. Dank des zuverlässigen Systems des Gesundheitswesens wird Krebs behandelt und ausgeheilt. Im frühen Stadium kann man ihn von 90 Prozent bei Kindern und bis 70 Prozent bei Erwachsenen ausheilen. In schwierigen Fällen gibt es die Möglichkeit, das Leben zu verlängern. Die Diagnose „Krebs“ bedeutet in Deutschland keinen Stress und keine Angst, sondern Bewusstmachung von dem, dass man seine Freizeit auf bestimmte Zeit begrenzt, wird man den Teil seiner Zeit und die Stärke für nicht angenehme Prozedur geben. Wir sollten die Probleme minimalisieren, daher sollte man sich für seine Gesundheit kümmern, bei Symptomen untersuchen lassen, der Staat bietet dafür alle Möglichketen an".

Für den Einsatz solcher Technologien sind die Spezialisten nötig. Was planen Sie in dieser Richtung?

"Um Hochtechnologien des Kampfs gegen den Krebs einzuführen, sind viele neue Spezialisten im Bereich der Radiotherapie, Strahlendiagnostik, Kernmedizin nötig. Und sie sollten die Kompetenzen auf internationaler Ebene beherrschen. Von unserer Seite wurde Qualifizierung von Spezialisten in führenden deutschen Kliniken vorgeschlagen.

OPASCA German Oncology Solutions initiierte auch das Projekt zur Gründung eines speziellen deutsch-usbekischen Lernzentrums für Radioonkologie in Zusammenarbeit mit dem Republikanischen Zentrum für Onkologie und Radiologie. Zudem wird es vorgesehen, auf der Basis der Universitäten von Usbekistan Facharztausbildung in Richtung „Strahlentherapie“ und Masterstudium in „Medizinische Physik“ mit der Fortbildung an der Universität Mannheim einzuführen. Wir haben schon angefangen, die Spezialisten für die neue onkologische Klinik heranzubilden, führen Verhandlungen mit deutschen Spezialisten, die bereit sind, in Usbekistan zu arbeiten.

In diesen Tagen kündigen Sie den zweiten Zentralasiatischen radioonkologischen Kongress CARO-2019 an, deren Durchführung von der Regierung bewilligt wurde. Wozu braucht man diese Veranstaltung?

"Damit man den Transfer von Technologien, Standards gewährleistet, braucht man stetige Kommunikation von Spezialisten aus Usbekistan mit Kollegen anderer Länder. Der jährliche internationale Kongress bietet einen Platz zum Kennenlernen, Kontaktaufnahme, Erfahrungs- und Ideenaustausch an. Die Vertreter der Delegation aus Deutschland halten zehn Schlüsselvorträge, insgesamt wird ca. 50 Vorträge gehalten. Im Rahmen des Kongresses wird eine Extra Sektion „Medizinische Physik“ arbeiten".

Quelle: UzA.uz/de