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Die Reise auf der Seidenstraße in Usbekistan

16.07.2018

Wir durften auf Einladung des Reisejoumalistenclubs CTOUR, in der Berliner Botschaft von Usbekistan die sprichwörtliche usbekische Gastfreundschaft ganz persönlich erleben. Botschafter S.E. Nabijon Kasimov begrüßte uns mit weiteren 30 Gästen im Repräsentationsaal der Botschaft: „Unsere seit über 25 Jahren unabhängige zentralasiatischc Republik verfügt über zahlreiche touristische Attraktionen, die bisher in Europa leider noch nicht so bekannt sind“, so der Botschafter. „Den Usbeken liegen Geselligkeit und Gastfreundschaft seit zwei Jahrtausenden im Blut, als Fremde aus aller Welt mit Kamelkarawanen auf der legendären Seidenstraße Städte wie Chiwa, Buchara und Samarkand zu Umschlagplätzen für edle und gefragte Waren machten und damit zur Blüte verhalfen“.

Tourismus-Attache Shokhrukh Gulomov ergänzte: „Die Zeit der Karawanen, die oft viele Monate oder gar Jahre unterwegs waren, ist längst vorüber. Doch noch immer wähnt man sich bei einem Besuch des Landes in eine Welt versetzt, in der man 1001-Nacht-Romantik hautnah erleben kann.“ Wir erlebten bei der Präsentation des Reiselandes eindrucksvoll das große touristische Potential Usbekistans unter anderem mit den einzigartigen UNESCO-Weltkulturerbestätten. Besonders erfreute uns die weiteren zügigen Verbesserung der touristischen Infrastruktur. So erleichtern schon jetzt Hochgeschwindigkeitszüge das Reisen in dem 449.000 Quadratkilometer großen Land mit seinen 32 Millionen Einwohnern. Von der Hauptstadt Taschkent sind z. B. berühmte Städte wie Buchara und Samarkand in wenigen Fahrstunden bequem zu erreichen.

Auch neue Hotels sind in Bau. Wer sich für Architektur und Geschichte interessiert, findet in Usbekistan prächtige mittelalterliche Moscheen, Karawansereien und Medresen sowie Zeitzeugnisse mathematischer, astronomischer und medizinischer Pioniere.

Auf Aktivtouristen warten riesige Berglandschaften, glasklare Seen und Wildwasserflüsse. Und vor allem begegnet man einem Volk mit großer Seele und Gastfreundschaft.

Aktuell arbeitet die Regierung an mehreren Projekten, um weitere Reiseerleichterungen zu schaffen. So erhalten ausländische Investoren beim Bau neuer Hotels Steuervergünstigungen, und ein elektronisches Visum soll künftig den Weg ins Konsulat ersparen.

Was Usbekistan als Reisedestination attraktiv macht

Was macht Usbekistan für Touristen so attraktiv? Was unterscheidet das Land von den anderen touristischen Destinationen? Usbekistan ist ein Land mit Jahrtausenden alten Städten, einer unglaublichreichen Geschichte und Kultur und mit abwechslungsreichen Naturgebieten. Das warme Klima und die offenen und gastfreundlichen Menschen bieten die perfekten Voraussetzungen für gelungene Ferien.

Der Tourismus in Usbekistan bezieht sich in erster Linie auf die alten Städte - Samarkand, Buchara und Chiwa. Ihre Geschichte geht Jahrhunderte zurück und ihre Baudenkmäler haben Tamerlan, Dschingis Khan und Alexander der Grosse übererlebt. An diesen Orten befinden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes und die Städte selbst gehören zum UNESCO- Welterbe. Zusammen mit Taschkent, Kokand, Andischan und Karschi bilden sie das historische Eibe der Usbekischen Republik.

Neben den wichtigsten touristischen Städten in Usbekistan, gibt es viele einzigartige und interessante Orte, welche eine hervorragende Ergänzung zu den Haupttouren durch Usbekistan sind.

Das Savitsky Kunstmuseum stellt mehr als 85.000 Kunstgegenstände aus, darunter Gemälde der Russischen Avantgarde Kunst und Artefakten der Volksgeschichte der zentralasiatischen Länder.

„Die Wüste der verbotenen Kunst“, eine amerikanische Dokumentation, zieht internationale Aufmerksamkeit auf Savitskys Lebenswerk und auf Usbekistan als Tourismusdestination. Festungen vom alten Choresm – eine der ältesten historischen und kulturellen Regionen Zentralasiens.

Quellen aus der Zeit der arabischen Eroberungen nennen Choresm – das Land der tausend Schlösser. Tatsächlich entdecken Archäologen immer wieder neue altertümliche Städte, die einst mächtige Burgen und königliche Paläste waren.

40 Kilometer im Nord-Osten von Navoi befindet sich der Sarmysh-Fluss, wo sich die einzigartigen archäologischen Monumente befinden. Dazeit befinden sind dort 10.000 Felszeichnungen auf einer Fläche von 20 Quadratkilometern.

Quelle: DRESDNER WOCHE, 16. Juli 2018
http://www.dresdnerwoche.de/upload/ausgabe%202018-07-16.pdf