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Das kulturelle Erbe Usbekistans in deutschen Sammlungen wird fürs deutsche Publikum ausgestellt

16.01.2019

Am 15. Januar startete in Berlin das internationale wissenschaftliche und kulturelle Forum „Das Kulturerbe der großen Seidenstraße als Brücke zwischen Usbekistan und Deutschland“.

Die Veranstaltung wurde anläßlich des offiziellen Besuchs des Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev in der Bundesrepublik Deutschland organisiert.

Im Rahmen des Forums fand in der usbekischen Botschaft in Berlin die Eröffnungszeremonie der Ausstellung der Bilderbücher des Projekts „Das Kulturerbe Usbekistans in Sammlungen der Welt“ statt.

Der Höhepunkt des Forums war die Präsentation des illustrierten Bilderbuchs "Kulturerbe Usbekistans in den Sammlungen Deutschlands" mit dem Grußwort des Präsidenten Usbekistans. Dieses Bilderbuch wird in die Druckgeschichte von Usbekistan eingehen. Es ist das erste Sachbuch, das mit Hilfe modernen Multimedia-Technologienin speziell dafür vorbereiteten Videos, sowie Artefakten in 3D-Format auf Smartphone betrachtet werden können. Wobei die Videos in drei Sprachenverügbar sind.

Während der Veranstaltung berichteten führende deutsche Wissenschaftler, Experten und Kunsthistoriker über die historischen Sammlungen der usbekischen Kunst in Museen in Berlin, Dresden, Leipzig und Stuttgart. Darunter befinden sich Kunstgegenstände aus dem Emirat Bukhara im Berliner Ethnologischen Museum, antike Gegenstände des Mausoleums von Buyan-Kuli Khan in der Sammlung des Museums für dekorative und angewandte Kunst in Hamburg, zahlreiche Manuskripten von AlisherNavoi in der Berliner Staatsbibliothek und Exponate aus dem usbekischen Alltagsleben der Vorzeit in der BumillerSammlung, sowie dieOrient-Sammlung des Linden-Museums in Stuttgart. Und dies ist nur ein kleiner Teil der Präsentationen von bekannten Wissenschaftlern und ihren umfassenden Arbeiten über die Kultur und Kunst Usbekistans.

„All diese Gegenstände landeten aus verschiedenen historischen Gründen im Ausland. Prächtige Sammlungen usbekischer Kunst befinden sich in mehreren deutschen Museen. Zum Beispiel im Pergamonmuseum in Berlin befindet sich unbezahlbare berühmte Keramik des Afrosiab, einer alten Stadt im Herzen der Großen Seidenstraße. Die Berliner Nationalbibliothek behütet einzigartige Handschriften, die von unseren berühmten Vorfahren verfasst wurden, welche zur Entwicklung der Weltzivilisation beigetragen haben. Deshalb haben wir, zusammen mit deutschen Kollegen, dieses Buch erstellt, das zweifellos einen neuen Impuls für die Erforschung des kulturellen Erbes sowohl in Usbekistan als auch in Europa geben wird“, so der Initiator und Leiter des Projekts„Kulturerbe Usbekistans in Weltsammlungen“FirdavsAbdukhalikov.

Unter usbekischen Sammlungen in deutschen Museen sind Manuskripte, die ausder Zeit der östlichen Renaissance stammen, von außergewöhnlichem Wert. Über die Meisterwerke der Buchkunst, die in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt werden, erzählte Dr. Christopher Rauch, Leiter der Orientabteilung der Bibliothek Folgendes: „Einige der hier vorgestellten Manuskripte stammen aus den verschiedenen Regionen des heutigen Usbekistan, wo die usbekischen Klassiker lebten, forschten und schöpften.Einer von ihnen ist das astronomische Sachbuch von Ulugbek, das seit dem 19. Jahrhundert in der Bibliothek aufbewahrt wird. Diese Sternenkatalog enthält die Koordinaten von den 1018 Sternen sowie tabellarische Angaben zur Bewegung der Sonne, des Mondes und der Planeten“.

Das Kulturprojekt zeigt nochmals die Vielfältigkeit und die Vielzahl des Kultur- und Kunsterbes von Usbekistan.

Im Rahmen des Medienforums fand ein Galaabend „Usbekistan als das Herz der Großen Seidenstraße“ statt. Unter den 150 Teilnehmern und Gästen des Abends waren deutsche und usbekische Politiker, Wissenschaftler und Medienvertreter anwesend.