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Investitionsaussichten in Usbekistan

01.05.2017

Die günstigen Bedingungen für ausländische Investitionen sind einer der wichtigen Faktoren für die Entwicklung aller Wirtschaftssektoren. Freie Industrie- und Wirtschaftszonen, wie die spezielle Industriezone (SIZ) „Angren“ erhöhen die geschäftliche Attraktivität Usbekistans für Investoren.

Die spezielle Industriezone „Angren“ wurde vor fünf Jahren, im April 2012 gegründet. Ziel der Gründung bestand darin, einheimische und ausländische Investitionen anzuziehen, um eine effiziente Tätigkeit moderner Hightech-Produktionen mit hohem Mehrwert zu schaffen und das Produktions- und Rohstoffpotential des Taschkenter Gebiets effizienter nutzen zu können und dabei neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Am 26. Oktober 2016 wurde die SIZ Angren auf die freie Wirtschaftszone (FEZ) Angren umbenannt. In fünf Jahren Betrieb wurde hier insgesamt 225,3 Millionen US-Dollar investiert, davon 158 Millionen US-Dollar-Auslandsinvestitionen. Während dieser Zeit wurden auf dem Territorium der SIZ Angren 17 Unternehmen in Betrieb genommen, darunter „Angren quvur Zavodi“ (ein Einheitsunternehmen für die Herstellung von Kupferrohren); die Joint Venture „EGL-nur“ (eine GmbH für die Herstellung von energiesparenden LED-Lampen); das ausländische Unternehmen „Angren schakar“ (auf die Zuckerherstellung spezialisiert); JV „Uz Shindong Silizium“ (stellt technisches Silizium und andere Stoffe her).

Heute produzieren all diese Unternehmen mehr als 20 Produktarten. Es besteht eine große Nachfrage im In- und Ausland nach Kohlenbrikett, Ferrosilicium, Industrieöle, modernen Wand- und Dekorationsmaterialien, einer breiten Palette von Kunststoffen wie Plexiglas, Acryl, Metall- und Schaumprodukte für die Möbelindustrie, Recycling-Leder und andere Produkte. Auf dem SIZ „Angren“ wurden insgesamt mehr als 1.600 Arbeitsplätze geschaffen.

Auf der FEZ Angren wird gemeinsam mit dem chinesischen Unternehmen „Poly Technologien Inc.“ eine Anlage zur Herstellung von Förderbändern, Landwirtschafts- und Autoreifen gebaut. 2017 ist die Inbetriebnahme von noch zehn weiteren Produktionsstätten vorgesehen. Dadurch wird in Usbekistan die lokale Verarbeitung von Leder und die Herstellung von nahtlosen Stahlrohren, Armaturen, elektrischen Handbohr- und Schleifmaschinen, dekorativen Fliesen, Sanitärporzellan, Steingut, elektrischen Pumpen und anderen gefragten Produkten etabliert. Die neu eröffnete Produktion wird weitere neue 2.400 Arbeitsplätze schaffen, worauf besonders die junge Fachkraft aus den Städten Akhangaran, Almalyk und Angren sich freuen werden.

Erst vor kurzem unterzeichneten Usbekistan und „Eurocement Group“ ein Memorandum über die Zusammenarbeit bei der Modernisierung und dem industriellen Bauwesen. Im Rahmen dieses Dokuments wird auf der Basis von AG „Akhangarancement“ ein neues Trocken-Portlandzementwerk errichtet. „Eurocement Group“ will hier auch Magnesia feuerfeste Ziegel und Wärmeisolationsmaterialien produzieren.

2016 besuchten die FEZ Angren verschiedene Delegationen aus China, Südkorea, Österreich, Singapur, Russland, Großbritannien und Bulgarien, um die Bedingungen und Voraussetzungen des Geschäfts vor Ort kennenzulernen. Mit Vertretern des koreanischen Unternehmens „Is Dongseo“ wurden während ihres Besuches Fragen über die Herstellung von Sanitärkeramik auf der Wirtschaftszone Angren durchdiskutiert. Vertreter des indischen Unternehmens „Maua international limited“ zeigten hohes Interesse an Investitionsmöglichkeiten.

Geschäftsleute aus Estland und Finnland nahmen im Rahmen ihres Besuchs in der FEZ Angren an Diskussionen über die Aussichten einer gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen beider Länder teil.

Man hat allen Grund, partnerschaftliche und für beide Seiten lohnende Geschäftsbeziehungen auf der FEZ Angren aufzubauen. Zu günstigen territorialen Besonderheiten gelten Vorteile für alle Teilnehmer der Wirtschaftszone. Zum Beispiel, die Teilnehmer der FEZ Angren werden für die gesamte Dauer der Tätigkeit der freien Wirtschaftszone von Zollzahlungen (mit Ausnahme von Zollabfertigungsgebühren) für importierte Rohstoffe und Bauteile der für Export bestimmten Produktion befreit. Zollprivilegien in der Wirtschaftszone begünstigen den Export. Die Steuervergünstigungen gelten für eine Frist von 3 bis 7 Jahren abhängig von der Höhe der Investitionen: von 300 Tausend bis zu drei Millionen US-Dollars (für einen Zeitraum von 3 Jahren); von 3-10 Millionen US-Dollars (für einen Zeitraum von 5 Jahren); mehr als 10.000.000 USD (für einen Zeitraum von 7 Jahren).

Man arbeitet intensiv an der Verbesserung der Infrastruktur: Die Aufbesserungsarbeiten der Autobahn und Zufahrtswege auf der Wirtschaftszone wurden abgeschlossen. Für 2017 wird die Umsetzung von 22 Projekten zur Entwicklung der Infrastruktur vorgesehen.

Auf die Ausbildung der Fachkräfte wird auch ein besonderes Augenmerk gelegt. Im Februar 2017 wurde zwischen der Agentur Uzstandard und der Direktion der FEZ Angren eine Absichtserklärung unterzeichnet. Dieses Dokument sieht unter anderem auch die Organisation der speziellen Fort- und Weiterbildungskurse für Mitarbeiter der FEZ im Bereich der Normung und Metrologie vor. Ein weiteres Dokument über die Ausbildung von IT-Spezialisten für Teilnehmer-Unternehmen der FEZ Angren wurde mit der Universität Inha (Republik Korea) unterzeichnet.

Die Geländegestaltungen auf der FEZ Angren laufen auf Hochtouren. Hier wurden bereits mehr als 2,5 Tausend Baumsetzlinge gepflanzt.