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Eine starke Grundlage für die nationale Entwicklung

26.07.2017

Im Laufe der Jahre gewinnt die politische Unabhängigkeit immer mehr an Bedeutung in der nationalen Entwicklung für das Schicksal und für die Zukunft der heutigen und künftigen Generationen. Die staatliche Unabhängigkeit bildet eine starke Grundlage, um die nationalen Interessen und ein friedliches und ruhiges Leben zu gewährleisten sowie den internationalen Ruf des Landes weiter zu stärken.

Durch die Erklärung der Staatsunabhängigkeit am 31. August 1991 bekam das usbekische Volk die Chance, seinen eigenen Weg zur Entwicklung zu bestimmen. So entstand auf der Weltkarte ein neuer Staat. Im Laufe der vergangenen 26 Jahren nahm die Republik Usbekistan einen würdigen Platz in der Weltgemeinschaft ein.

Mit der Unabhängigkeit begann eine neue Epoche in der Geschichte des usbekischen Volkes. In diesen Jahren wurden umfangreiche politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Reformen im Land durchgeführt, um den Aufbau eines offenen demokratischen Staates mit einer sozial orientierten Marktwirtschaft zu errichten. Trotz der historisch gesehen kurzen Zeit und der Schwierigkeiten der Übergangsperiode wurden große Erfolge erzielt.

Die Zwischenbilanz nach einem Vierteljahrhundert der demokratischen Reformen zum Aufbau eines offenen demokratischen Staates mit einer sozial orientierten Marktwirtschaft in Usbekistan zeigt einen Erneuerungsbedarf. Deshalb wurden folgende Handlungsstrategien und Prioritäten der Entwicklung Usbekistans für die Jahre 2017-2021 festgelegt:

- Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft;
- Gewährleistung der Rechtschaffenheit und Reformierung des Justizsystems;
- Entwicklung und Liberalisierung der Wirtschaft;
- Entwicklung des Sozialsektors;
- Gewährleistung der Sicherheit, der interethnischen Harmonie und der religiösen Toleranz in der Gesellschaft;
- Umsetzung einer ausgewogenen, gegenseitig vorteilhaften und konstruktiven Außenpolitik.

Der Grundstein für die Weiterentwicklung von Staat und Gesellschaft wurde schon 2016 gelegt. Am 25. September 2016 wurde auf der Webseite des Premierministers der Republik Usbekistan eine Online-Empfangsstelle eröffnet, damit die Bevölkerung ihre Anliegen direkt beim Premierminister frei vortragen konnte. Damit wurde im Dialog mit Menschen eine neue Phase erreicht.
Anschließend fanden in Usbekistan neue Präsidentschaftswahlen, in dem Shavkat Mirziyoyev als zweiter Präsident des Landes gewählt wurde, statt. Das wird als neue Etappe in der Geschichte des Landes bezeichnet.

Der neue Präsident erklärte 2017 zum „Jahr des Dialogs mit dem Volk und der Interessen von Menschen“. Diese Maßnahmen beinhalten die Einheit des Staats und des Volkes. In einem demokratischen System sind Funktionen des Staats und der Gesellschaft streng beschränkt, so dass die Aufgaben zwischen ihnen aufgeteilt sind. Der sowjetische Staat hat alle Funktionen der Gesellschaft übernommen, so dass die Rolle der Zivilgesellschaft eingeengt und die Aktivitäten der Bürger beschränkt wurden. Die alten Einstellungen von Menschen behindern nach wie vor die Entwicklung des Staates.

Dennoch soll ein Teil der Lebensprobleme vom Staat, der Rest von der Gesellschaft gelöst werden. Dialog mit dem Volk zeigt und klärt Probleme viel besser. Um den Dialog mit der Bevölkerung zu intensivieren, wurden virtuelle Empfangsstellen des Präsidenten Usbekistans und aller staatlichen Einrichtungen gegründet.

Ein klassisches Mittel im Dialog mit dem Volk sind Massenmedien. Die Massenmedien werden symbolisch als „die vierte Macht“ bezeichnet. Es sollte die Möglichkeiten der Massenmedien im Austausch zwischen dem Staat und der Bevölkerung richtig ausgenutzt werden. Dabei wird von der Intelligenz des Landes mehr Engagement erwartet. Die Wichtigkeit dieser Sache liegt daran, dass die mehr Engagement der ausgebildeten Menschen die Überwachung der Zivilgesellschaft über die Staatsorgane stärken. So kann man „die Gerechtigkeit durch die Rechtsstaatlichkeit“ erlangen.

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen begann in Usbekistan ein Abschnitt des intensiven Austauschs zwischen dem Staat und dem Volk.

Gemäß der Anordnung des Präsidenten der Republik Usbekistan „Über die Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten anlässlich des 26. Jahrestags der Unabhängigkeit der Republik Usbekistan“ werden diesjährige Feierlichkeiten unter Berücksichtigung der Handlungsstrategien und Prioritäten der Entwicklung Usbekistans für die Jahre 2017-2021 durchgeführt. In diesem Sinne wird auf eine eingehende Berichterstattung Wert gelegt, über Aktivitäten, die durch Modernisierung des Landes, Vertiefung der demokratischen Reformen, Erhöhung der Rolle des Parlaments und der politischen Parteien, der Qualität und Effizienz der öffentlichen Verwaltung und durch die Stärkung der Rolle von zivilgesellschaftlichen Institutionen und Massenmedien zur Weitentwicklung von Staat und Gesellschaft beitragen.

Seit 26 Jahren ist man dabei, einen neuen, freien und demokratischen nationalen Staat aufzubauen. Es ist sicherlich kein einfacher Weg. Insbesondere war das usbekische Volk gezwungen, mehr als 150 Jahren unter den kolonialen Bedingungen zu leben. Man hatte keine politische Rechte. Alles wurde zentral geregelt. Die Geschichte des Volkes wurde manipuliert, wo nicht passend war, einfach weg gestrichen. Während der Sowjetzeiten galt Usbekistan hauptsächlich als Rohstoffproduzent. So war die Wirtschaft nur darauf basiert und einseitig entwickelt. Das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt eines Usbeken nahm den 12. Platz in der Sowjetunion ein. Die Produktion von Pro-Kopf-Nationaleinkommen war halb so hoch wie der Landesdurchschnitt. Die Pro-Kopf-Konsumgüterproduktion betrug nur 40 Prozent des Landesdurchschnitts.

In Hinsicht auf das Einkommen und den Verbrauch von Grundkonsumgütern nahm die Usbekische SSR einer der letzten Plätze unter Bruderrepubliken ein. Bis 1990 wurden die Hauptnahrungsmittel wie Getreide, Kartoffel, Fleisch, Milch und Milchprodukte sowie Süßigkeiten importiert.

Heute werden all diese Produkte im Land produziert. Die 90-92% der landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden von einheimischen Farmern hergestellt. Gleichzeitig bilden heute Farmer und kleine Unternehmer eine bewegende sozialpolitische Kraft, die für die Entwicklung der Land- und Volkswirtschaft stark engagiert ist. In der usbekischen Gesellschaft entstand eine Mittelschicht – die Eigentümerklasse, was bis zur Staatsunabhängigkeit 1991 nicht vorhanden war.

Die Förderung und Unterstützung der Farmerwirtschaft und des kleinen und mittleren Unternehmertums zeitigen Ergebnisse und tragen bereits jetzt zum BIP-Wachstum bei. So wurde in Usbekistan die Grundlage der Nahrungsunabhängigkeit geschaffen.

In einer historisch kurzen Zeit hat sich Usbekistan von einem Agrarrohstoffproduzenten zu einem modernen Industrieland entwickelt. Heute sind solche Industriezweige wie Petrochemie, Erdöl- und -gastechnik, Automobilindustrie, Baustoffindustrie, Pharmaindustrie, Eisenbahntechnik, Unterhaltungselektronik, Hightech-Lebensmittel- und -Textilindustrie führende Wirtschaftszweige des Landes. Das sind die Früchte der richtigen Wirtschaftspolitik.

Infolge der Reformen und umfangreichen Maßnahmen, um nationale Identität des Volkes zu rekonstruieren, änderte sich die Psychologie und das politische Bewusstsein von Menschen. Sie wurden sozial aktiver. Vor allem wurde das Geschäftsumfeld in der Gesellschaft wiederbelebt. Vom Staat wurden günstige Rahmenbedingungen für Geschäftsleute geschaffen. Hier wird eine Politik geführt nach dem Motto „Ein reiches Volk ist der Baustein eines starken und mächtigen Staates“.

In den Zeiten der Globalisierung kann ein Land nicht alleine große wirtschaftliche und soziale Leistungen erzielen. Friedliches Leben und gute freundschaftliche Beziehungen zu Nachbarstaaten und zu anderen Ländern sind wichtige Faktoren für die Stabilität und Wohlstand eines jeden Landes. Usbekistan strebt sich mit Nachbarstaaten und anderen Ländern nach einer beiderseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, die Probleme zusammen und friedlich zu lösen. „Wir orientieren uns in der Außenpolitik danach, mit unseren Nachbarn zu kooperieren, nicht zu konkurrieren“, - so der Präsident Shavkat Mirziyoyev.

Hier ist die Rolle und Bedeutung Usbekistans in der zentralasiatischen Region zu erwähnen. Usbekistan ist das bevölkerungsreichste Land in Zentralasien. Die Hälfte von insgesamt 65 Mio. Einwohnern der Region leben in Usbekistan. Darüber hinaus, das usbekische Volk hat ein reiches kulturelles Erbe, die zur Entwicklung der Weltkultur beigetragen hat, und verfügt aktuell über großes wirtschaftliches, wissenschaftliches, kulturelles und geistliches Potenzial.

Usbekistan ist ein junges Land. Drei Fünftel der Bevölkerung sind unter 30 Jahre alt. In der Bildungs- und Jugendpolitik wird auf die allseitig harmonische Entwicklung der jungen Generation Wert gelegt. Es wurden viele Reformen auch im Bildungsbereich durchgeführt. In den Tagen wurde das nächste Reform in der Jugendpolitik umgesetzt. Die öffentliche Jugendbewegung „Kamolot“ wurde zu Jugendunion „Yoshlar ittifoqi“ reorganisiert. Der 30. Juni wurde in Usbekistan zum „Jugendtag“ erklärt.

In den Jahren der Unabhängigkeit wurden auch für eine bessere Gestaltung der Lebenshaltung in Städten und Dörfern viel getan. Es sind drei große Bauprojekte erwähnenswert. Seit 1998 wurde in einigen Etappen Bauprojekt Kamchiqpass verwirklicht. Durch Umsetzung dieses Projektes wurde Fergana-Tal mit der Huptstadt Taschkent direkt verbunden. Anfangs wurden enge Höhenstraßen breiter ausgebaut. In der nächsten Etappe wurde durch den Bergen ein Autobahntunnel und vor einem Jahr auch noch ein Tunnel für Züge fertig gestellt.

Die nördlichen Regionen wie Choresm und die Republik Karakalpakistan waren auch in einiger Maße schwer erreichbar. Die Eisenbahnstrecke von der Sowjetzeit verlief von Buchara erst durch Turkmenistan dann nach Choresm und Karakalpakstan. Das hat mehr Zeit und Geld gekostet. Um dieses Problem positiv zu lösen, wurde die 633 km lange Navoi-Uchquduq-Sultonuvaystog-Nukus Eisenbahnstrecke gebaut und 2001 in Betrieb genommen. Die Fahrzeit nach Choresm wurde um 6 Stunden verkürzt und damit auch die Kosten gesenkt.

Nächste bedeutende Eisenbahnstrecke wurde 2007 in Betrieb genommen. Die 223 km lange Toshguzar-Boysun-Qumqurgan-Strecke verbindet südliche Ortschaften des Landes – Surchandarya und Kashqadarya miteinander.

Heute fahren zwischen Taschkent-Samarkand, Taschkent-Qarshi und Taschkent-Buchara die Hochgeschwindigkeitszüge.

All diese Bauprojekte kann man nicht nur für solch ein junges Land wie Usbekistan, sondern auch für wirtschaftsstarke Länder als eine große Leistung würdigen.

In Usbekistan leben Vertreter von mehr als 100 verschiedenen Nationen friedlich miteinander. Nicht zu vergessen ist, dass überall in der Welt passieren tagtagtäglich verschiedene Anschläge und viele Menschen vor dem Krieg in eigener Heimat flüchten. Gerade in solcher Situation sind Frieden und Stabilität die wichtigste Leistung des usbekischen Staates. Wie sind sehr stolz auf unsere Nation, auf ihre reiche Geschichte, auf ihre Gegenwart und auf eine glückliche Zukunft unseres Landes.

Möge die Staatsunabhängigkeit der Republik Usbekistan auf ewig bestehen bleiben!